drucken nach oben

Offener Brief zum Umweltschaden Natzing

Gemeinde Eggstätt benötigt finanzielle Unterstützung

In einem offenen Brief hat Bürgermeister Christian Glas um finanzielle Unterstützung für die Gemeinde Eggstätt bei der Bewältigung des Umweltschadens im Gewerbegebiet Natzing gebeten.

 

Anfang April hatte ein Ortsfremder illegal giftige Stoffe im Kanalsystem entsorgt und so Perfluorierte Tenside (PFC) in den Wasserkreislauf eingeleitet. Die Gemeinde ist derzeit mit umfangreichen Sanierungsarbeiten beschäftigt – unter anderem musste das Retentionsfilterbecken ausgebaggert werden und das abfließende Oberflächenwasser über Aktivkohlefilter gereinigt werden. zur genauen Bestimmung der PFC-Belastung im Grundwasser sind zwei Grundwassermessstellen eingerichtet worden, die auch zur Probenentnahme dienen.

 

Bis heute sind Kosten in Höhe von mehr als 320.000 Euro aufgelaufen. Insgesamt droht der Gemeinde eine Belastung im hohen sechsstelligen Bereich, die aktuell bei weitem noch nicht absehbar ist. Eine enorme Summe, die den kommunalen Haushalt der 3.000-Einwohner Gemeinde Eggstätt bis auf das Äußerste belastet. Bürgermeister Glas warb Anfang Juni in einem Schreiben an das Bayerische Umweltministerium mit Staatsminister Thorsten Glauber, ebenso wie an das Wirtschaftsministerium mit Staatsminister Hubert Aiwanger, an die Regierung von Oberbayern mit Regierungspräsidentin Maria Els, Rosenheims Landrat Otto Lederer, die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig, Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner sowie an weitere öffentliche Stellen um finanzielle Unterstützung.

 

„Wir als kleine Gemeinde sind dringend auf Hilfe angewiesen, weil wir die finanziellen Auswirkungen dieses Umweltschadens nicht alleine stemmen können. Der Schutz von Mensch und Natur hat für mich oberste Priorität. Das Grundwasser und unsere schützenswerte Natur brauchen jetzt unser entschlossenes und sofortiges Handeln. Daher haben wir die Entscheidungsträger auf Landkreis-, Landes- und Bundesebene dringend um Unterstützung gebeten. Wir als Gemeinde sind ebenso wie unsere einzigartige Naturlandschaft das Opfer dieser unglaublichen Straftat,“, so Bürgermeister Glas.

 

Das Schreiben vom 10. Juni ist im Downloadbereich abrufbar.